Teton-Systemüberblick: Wie Teton die Privatsphäre schützt (Teton erklärt #2)

11. Februar 2026·Teton erklärt

Teton-Systemüberblick: Wie Teton die Privatsphäre schützt (Teton erklärt #2)

Kernpunkte

  • Teton nutzt bewegungserfassende Sensoren ohne Live-Video.
  • Die Datenverarbeitung erfolgt lokal im jeweiligen Raum.
  • Nur anonymisierte Animationen und Ereignisse verlassen das Zimmer.
  • Die Teilnahme an der Systemnutzung bleibt absolut freiwillig.

Würde statt Überwachung

Angehörige befürchten oft, dass digitale Systeme eine ständige Beobachtung ermöglichen. Teton ist grundlegend anders. Es gibt keinen Live-Videostream, den das Personal einsehen könnte. Niemand sitzt im Stationszimmer und beobachtet Menschen bei ihrem Alltag.

Diese Architektur wahrt die Würde, indem sie sicherstellt, dass man sich unbeobachtet umziehen, die Toilette benutzen und private Momente geniessen kann. Der Sensor erfasst ausschliesslich Aktivität und Körperhaltung, nicht die Identität.

Das Grundprinzip: Datenverarbeitung im Zimmer

Herkömmliche Kamera-Systeme übertragen Videos an Cloud-Server und schaffen so auf jeder Stufe Risiken der Datenpreisgabe. Teton verarbeitet Daten lokal mit einer eigenen Recheneinheit, die direkt mit dem Sensor verbunden ist. Rohe Bilddaten verlassen niemals das Zimmer und erreichen niemals die Server von Teton.

Die Sensoren werden ausschliesslich über kabelgebundene Verbindungen angeschlossen; die Sensoren selbst verfügen über keine drahtlose Netzwerkverbindung (WLAN). Nur wesentliche, zweckgebundene Ausgaben werden über das Zimmer hinaus geteilt: Sicherheitsereignisse, Aktivitätssignale und pseudonymisierte Sturzanimations-Clips zur Vorfallüberprüfung.

Datenflussdiagramm zur lokalen Verarbeitung: vom Sensor über Edge-Computing zu anonymisierten Ausgaben

Einwilligung, Transparenz und Einbindung der Angehörigen

Vor der Aktivierung erfahren die betroffenen Personen und deren Angehörige, wie das System funktioniert, welche Daten lokal bleiben, welche Informationen das Zimmer verlassen und welche Möglichkeiten sowie Grenzen das System hat. Die Teilnahme ist freiwillig, und die Einwilligung wird im Einklang mit den kantonalen und nationalen rechtlichen Vorgaben (Schweizer DSG) eingeholt.

Über alle Einsätze hinweg wurde eine Zustimmungsrate von 99 % beobachtet. Die Einwilligung wird als fortlaufendes Verhältnis verstanden, nicht als einmaliges Häkchen. Die Pflegeteams kommen darauf zurück, wenn sich die gesundheitlichen oder administrativen Umstände ändern.

Die Vorteile passiver Umgebungsmonitoring

Tragbare Geräte (Wearables) versagen im Pflegealltag häufig. Diese werden vergessen, zum eigenen Komfort abgelegt oder gehen verloren. Tetons passiver Ansatz erfordert keinerlei aktive Mitwirkung oder das Tragen von Sendern.

Schnellere Hilfe, wenn es am wichtigsten ist

Die lokale Verarbeitung (Edge-Computing) beseitigt Verzögerungen durch das Hochladen grosser Datenmengen. Ergebnisse über alle Einsätze hinweg:

~40 %

Durchschnittliche Reduktion von Stürzen

96 %

Schnellere Reaktionszeiten bei Stürzen

Weniger

Zeit am Boden nach Vorfällen

Erfahrungswerte für eine vorausschauende Pflegeplanung

Das System bietet eine passive Orientierungshilfe im Pflegealltag, indem es allgemeine Aktivitäts- und Ruhephasen sowie die Präsenz im Zimmer erfasst. Diese unverbindlichen Erfahrungswerte unterstützen die Strukturierung von Pflegeabläufen und erleichtern den Informationsaustausch bei Schichtübergaben im Team.

Dashboard mit Erfahrungswerten zu Aktivitäts- und Ruhephasen

Wie animierte Clips künftige Stürze verhindern

Wenn Stürze auftreten, benötigt das Personal Kontext ohne identifizierende Aufnahmen. Teton erzeugt tiefenbasierte Silhouetten, die Körperhaltung, Bewegung, räumliche Beziehungen und den genauen Bewegungsverlauf zeigen.

Gesichtszüge, Hautton, Kleidungsdetails oder andere Merkmale, die die betroffene Person identifizieren würden, sind systemisch nicht zu erkennen. Der Clip liefert exakt den nötigen Kontext, damit die klinischen Teams verstehen, was geschehen ist, und direkt vorbeugende Massnahmen einleiten können.

Zugriffskontrollen und Benutzerberechtigungen

Rollenbasierte Berechtigungen, die präzise auf die Arbeitsabläufe der Pflege abgestimmt sind, gewährleisten einen angemessenen Datenzugriff. Das System integriert Auth0 für Single Sign-on (SSO) und Mehr-Faktor-Authentifizierung (MFA) mit vollständigen Prüfprotokollen (Audit Logs) für jede Aktion.

Grundprinzipien des Datenschutzes

Informierte, freiwillige Einwilligung

99 % Zustimmungsrate über alle Einsätze hinweg beobachtet.

Sicherheitsorientiertes Design (Privacy by Design)

Minimale Datenpreisgabe, rein lokale Verarbeitung, kabelgebundene Infrastruktur.

Animierte Clips statt Video

Der Kontext bleibt erhalten, während sämtliche Identifikatoren unwiderruflich entfernt werden.

Umfassende Zugriffskontrollen

Rollenbasierte Berechtigungen, MFA, lückenlose Prüfprotokolle.

Datenschutz ist keine Funktion, die wir nachträglich hinzugefügt haben. Er ist das Fundament, auf dem Teton aufgebaut ist.

Mehr erfahren

Besuchen Sie unser Trust Center, um detaillierte Sicherheitsdokumentation zu erhalten. Bei Sicherheitsanfragen wenden Sie sich an security@teton.ai.

Teton erklärt #1

Sturzanimationen: Wie klarer Kontext die Reaktion auf Stürze verändert

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